Der Börsen-TagGericht weist 750-Millionen-Klage gegen VW ab
In der Dauerfehde zwischen Volkswagen und dem ehemaligen Zulieferer Prevent hat ein US-Richter eine Klage über 750 Millionen Dollar gegen den deutschen Autobauer abgewiesen. Bundesbezirksrichter Rodney Gilstrap erklärt in Marshall im Bundesstaat Texas, für den Fall seien US-Gerichte nicht zuständig. Zu dem eigentlichen Sachverhalt urteilte er nicht. Volkswagen begrüßte die Entscheidung: Prevent habe "mehr als sieben Jahre damit verbracht, mit seinen Forderungen gegen Volkswagen einen Fall nach dem anderen zu verlieren."
Die in Deutschland ansässige Prevent-Gruppe und ihre US-Tochtergesellschaft hatten behauptet, Volkswagen habe versucht, sie am Erwerb anderer Teileunternehmen zu hindern. Dies sollte die Macht über die Zulieferer festigen. VW argumentierte, der Fall sollte in Deutschland verhandelt werden. Dort liege der Ursprung der Vorwürfe und dort seien ähnliche Fälle anhängig. "Die überwiegende Mehrheit der Zeugen (die Deutsch sprechen) und Dokumente (auf Deutsch verfasst) befinden sich in Deutschland", hatte Volkswagen dem US-Gericht im Dezember erklärt.
Prevent und Volkswagen streiten sich seit Jahren vor Gericht. Seinen Anfang nahm der Konflikt 2016, als die Prevent-Tochter ES Guss und Car Trim die Belieferung von Volkswagen mit Sitzteilen und Getriebegehäusen einstellten, um höhere Preise durchzusetzen. Nach VW-Angaben musste damals wegen fehlender Teile die Produktion in sechs deutschen Werken vorübergehend ruhen.