Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagGewerkschaft mischt im Stahl-Deal mit

24.09.2024, 09:32 Uhr

Nippon Steel hält trotz Widerständen an seinen Übernahmeplänen für US Steel fest. Das Unternehmen sei nach wie vor entschlossen, die Gespräche mit der Gewerkschaft United Steelworkers (USW) über sein Übernahmeangebot für den US-Stahlriesen fortzusetzen, sagt der Vizepräsident des japanischen Stahlkonzerns, Takahiro Mori. Mori kritisiert, dass USW-Chef David McCall bislang "keinen unserer Vorschläge ernsthaft in Betracht gezogen" habe. Dennoch zeigt er sich optimistisch, dass die Gewerkschaftsführung "in naher Zukunft" zu Verhandlungen bereit sein werde. "Wir müssen nur die USW-Führung an den Verhandlungstisch bekommen".

Der geplante 14,9-Milliarden-Dollar-Deal stößt im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahlen im November auf parteiübergreifenden Widerstand. Der Verkauf würde die Kontrolle über einen der größten US-Stahlproduzenten in ausländische Hände geben, was Bedenken hinsichtlich der nationalen Sicherheit und der Auswirkungen auf den US-Arbeitsmarkt hervorruft. Sowohl die demokratische Kandidatin Kamala Harris als auch der republikanische Kandidat Donald Trump haben sich gegen die Übernahme ausgesprochen.

Insidern zufolge hat der Nationale Sicherheitsrat der USA den Unternehmen die Möglichkeit eingeräumt, ihren Fusionsantrag erneut einzureichen. Damit könnte sich die Entscheidung über den umstrittenen Zusammenschluss voraussichtlich bis nach den US-Präsidentschaftswahlen am 5. November verzögern. Nippon und US Steel wollen die Übernahme vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen bis Ende Dezember abschließen.