Der Börsen-TagGewinnmitnahmen könnten zum Problem werden
Mit einem verhaltenen Handel rechnen Marktteilnehmer bis zum frühen Nachmittag. Denn mit den neuen Inflationsdaten aus den USA stehen dann die wichtigsten Daten der Woche an. Sie werden als weiterer Wegweiser für die Zinspolitik der US-Notenbank gesehen. Bis zur Veröffentlichung um 14.30 Uhr wird daher mit wenig Bewegung an den Börsen gerechnet. Der DAX dürfte sich bis dahin knapp unterhalb der 17.000er Marke bewegen, meinen Händler.
Etwas Sorgen macht man sich aber mit Blick auf die Wall Street, falls die dortigen Gewinnmitnahmen nicht im Zusammenhang mit den Inflationsdaten stehen. Denn wichtige Indizes wie der S&P-500 haben den oberen Rand ihres Aufwärtstrendkanals erreicht. Hier dürften nur noch wenige Marktteilnehmer auf einen Ausbruch setzen und stattdessen Gewinne sichern. Entsprechend ging es im US-Technologiesektor mit 0,7 Prozent deutlich nach unten, während Ölwerte und Versorger mit über 1 Prozent Plus gesucht waren.
Bei der US-Inflation wird ein Anstieg von 2,9 Prozent zum Vorjahr erwartet. Auch die Schweiz legt Preise vor, hier wird das Plus nur bei 1,8 Prozent gesehen. In Deutschland wird etwas auf den ZEW-Index der Konjunkturerwartungen für Februar geblickt. Er dürfte aber nur die Rezessionssignale für die ehemalige Konjunkturlokomotive Europas bestätigen.