Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagGucci in der China-Krise

11.02.2025, 12:47 Uhr

Ein Umsatzeinbruch bei seiner Tochter Gucci hat den französischen Luxusgüterkonzern Kering belastet. Die Erlöse sanken 2024 um zwölf Prozent auf 17,2 Milliarden Euro, wie die Gruppe, zu der neben Gucci auch Edel-Marken wie Yves Saint Laurent, Balenciaga und Bottega Veneta gehören, mitteilt. Der Umsatz der unter der mauen Konsumlaune in China ächzenden Mode-Marke Gucci, die fast die Hälfte des Konzernumsatzes und etwa zwei Drittel des wiederkehrenden Betriebsgewinns ausmacht, sank um 23 Prozent auf 7,6 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (EBITDA) brach um 29 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro ein.

Finanzchefin Armelle Poulou erklärt, zum Jahresende seien langsam Verbesserungen bei chinesischen Käufern sowie in den USA zu verzeichnen gewesen. Kering-Chef Francois-Henri Pinault betont, der "Punkt der Stabilisierung" sei erreicht, von dem nun schrittweise wieder Wachstum angestrebt werde. Der Konzern hatte in der vergangenen Woche Gucci-Kreativdirektor Sabato De Sarno gefeuert und sucht nun einen neuen Designer, der solvente Käufer anlockt.

Quelle: ntv.de