Der Börsen-TagHSI rutscht deutlich ab
An den Börsen in Ostasien geht es im Handelsverlauf zumeist in engen Grenzen uneinheitlich zu. Einzige Ausnahme ist Hongkong. Dort rutscht der HSI um 1,4 Prozent deutlich ab. In Tokio wird wegen eines Feiertags nicht gehandelt. In Sydney steigt der S&P/ASX-200 um 0,6 Prozent, gestützt von der zuletzt in den USA gestiegenen Zinssenkungserwartung für September.
Gesprächsthema Nummer eins ist das Attentat auf US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump am Wochenende und was dies für den Wahlausgang bedeuten könnte. Allgemein wird vermutet, dass sich dadurch die Siegchancen für den - zumindest mit Blick auf die USA - als wirtschaftsfreundlicher geltenden Trump verbessert haben. Klare Impulse an den Börsen setzt dies bislang aber nicht.
Für mehr Bewegung sorgen Konjunkturdaten aus China. Sie sind durchwachsen ausgefallen. Während das BIP im zweiten Quartal mit einem Plus von 4,7 Prozent die Prognose von 5,0 Prozent verfehlt hat, fiel die Zunahme der Industrieproduktion mit plus 5,3 Prozent im Juni besser aus als geschätzt. Zugleich stieg der Einzelhandelsumsatz um 2,0 Prozent, während das Wachstum der Anlageinvestitionen im ersten Halbjahr in China mit 3,9 Prozent genau die Prognose traf. Laut Analysten von Goldman Sachs deuten die Daten insgesamt auf eine weiter eher schleppende Nachfrage in China hin.
Marktteilnehmer in Hongkong berichten derweil, dass der Spielraum für einen weiteren Anstieg der Aktienkurse in Hongkong begrenzt sei und weitgehend von der chinesischen Wirtschaftspolitik abhänge. Im Blick stehe daher das "Dritte Plenum" in dieser Woche. Dabei handelt es sich um ein Treffen des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas, wo wichtige Weichen gestellt werden. Schwach liegen Immobilienaktien im Markt. Für China Vanke geht es um 2,5 und für Longfor um 3,5 Prozent nach unten.