Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagIW simuliert Inflationsrate bei höheren Gaspreisen

24.02.2022, 10:50 Uhr
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(Foto: picture alliance / ZB)

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat nach dem Angriff Russlands und der Ankündigung von Sanktionen vor einem Rückgang der Wirtschaftsleistung und einem Anstieg der Inflation gewarnt. "Wenn in Folge der Krise die Gaspreise stark steigen, droht das Wirtschaftswachstum in Deutschland 2023 geringer auszufallen. Auch die Inflationsrate würde weiter in die Höhe schnellen - bis zu 6,1 Prozent sind realistisch", erklärte das arbeitgebernahe Institut unter Berufung auf neue Modellsimulationen. Auch wenn die Bundesrepublik kurzfristig einen Stopp der Gaslieferungen überstehen könnte, würden die Preise für Gas in die Höhe schnellen.

Um die potenziellen Auswirkungen eines solchen Szenarios auf die deutsche Wirtschaft und die Verbraucher einschätzen zu können, hat das IW nach eigenen Angaben zwei Modellsimulationen vorgenommen. Im ersten Szenario bleibt der Gaspreis im Jahr 2022 auf dem Niveau aus dem vierten Quartal 2021. Das zweite Szenario geht von noch höheren Preisen aus: Hier wird mit einem Anstieg der Gaspreise um weitere 50 Prozent gerechnet.