Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagIWF warnt eindringlich: Cyberangriffe als Gefahr für Finanzstabilität

10.04.2024, 11:38 Uhr

Cyber-Angriffe vor allem auf Banken werden laut Internationalem Währungsfonds zu einer zunehmenden Gefahr für die Finanzstabilität. Im Vergleich zu der Zeit vor der Corona-Pandemie, die sich ab 2020 weltweit ausbreitete, habe sich die Zahl der Attacken fast verdoppelt, so der IWF. Meist seien die Schäden überschaubar, in der Größenordnung von einer halben Million Dollar. "Sie können aber in einigen Fällen extrem sein." Das Risiko für Großschäden von mindestens 2,5 Milliarden Dollar sei gestiegen. Der IWF verweist auf die zunehmende Digitalisierung, neue Technologien, aber auch zunehmende geopolitische Spannungen auf der Welt.

Die Finanzbranche ist besonders oft betroffen. Fast jeder fünfte Angriff wird hier registriert. Große Attacken könnten in der Branche potenziell zu einem Vertrauensverlust führen und besonders wichtige Dienstleistungen stören, warnt der IWF. Um Angriffe abzuwehren, brauche es eine geeignete Strategie und eine funktionierende Aufsicht. In vielen Schwellen- und Entwicklungsländern habe es dabei Fortschritte gegeben, in einigen Staaten seien die Maßnahmen jedoch weiterhin nicht ausreichend.