Der Börsen-TagInflation sinkt, aber Preiserhöhungen bei Dienstleistungen bleiben überdurchschnittlich
Der Inflationsdruck in Deutschland hat im September weiter nachgelassen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sank die Jahresrate des Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) auf 1,8 (Vormonat: 2,0) Prozent. Die Statistiker bestätigten damit - wie von Volkswirten erwartet - ihre vorläufige Schätzung vom 30. September. Bereits im August war die Rate mit 1,9 Prozent unterhalb von 2,0 Prozent gefallen.
Gegenüber dem Vormonat sank der HVPI um 0,1 Prozent, womit die vorläufigen Daten ebenfalls bestätigt wurden. Die HVPI-Rate ist maßgeblich für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB).
Der nationale deutsche Verbraucherpreisindex stagnierte gegenüber dem Vormonat. Die jährliche Inflationsrate betrug 1,6 (Vormonat: 1,9) Prozent. Die Zahlen entsprachen der ersten Veröffentlichung und den Prognosen von Volkswirten.
"Insbesondere die erneuten Preisrückgänge bei Energie dämpften die Inflationsrate im September 2024 stärker als in den Monaten zuvor. Demgegenüber wirkten die weiterhin überdurchschnittlichen Preiserhöhungen bei Dienstleistungen inflationstreibend", sagte Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes.