Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagInflations- und Zinssorgen drängen in den Blick

28.05.2026, 08:05 Uhr

Die Börsen in Europa dürften leichter eröffnen. Nach neuerlichen Angriffen der USA auf den Iran rutschen die Märkte in Asien wieder ab. Auch die Dax-Terminkontrakte fallen über 200 Punkte, zeigen allerdings mit geringen Umsätzen, dass keine Panik dahintersteht. Der Brent-Ölpreis steigt um 4 Prozent auf knapp 98 Dollar. Dazu stehen Inflations- und Zinssorgen im Blick: In Korea wurde die Wachstumsprognose des Landes drastisch erhöht, die Zinsen aber noch unverändert gelassen. Marktteilnehmer rechnen daher spätestens im Juli mit einer Zinserhöhung der Bank of Korea, was auch Technologiewerte belastet.

Dazu kommen gleich drei Warnungen von der US-Notenbank: So sagte Neel Kashkari, der Arbeitsmarkt sei in guter Form, daher sei Inflationsbekämpfung nun das Wichtigste. Austan Goolsbee warnte vor Stagflations-Risiken durch steigende Energiepreise, und Lisa Cook ist für Zinserhöhungen, falls sich nicht schnell disinflationäre Effekte zeigen. Besonders im Marktfokus steht daher der PCE-Preis-Index, der am Nachmittag im Rahmen der Daten zu den persönlichen Ausgaben- und Einnahmen in den USA veröffentlicht wird. Hier wird mit einem Anstieg der Kosten um 3,8 Prozent gerechnet.

In Europa stehen nur wenige Daten an, so das Geschäftsklima in der Eurozone. Sowohl das Vertrauen in der Industrie als auch bei Verbrauchern wird im freien Fall erwartet. Dazu legt die EZB ihr Protokoll von der jüngsten Ratssitzung vom 29./30. April vor. Marktteilnehmer dürften es wieder auf Hinweise auf die künftige Zinspolitik durchforsten. In den USA wird noch auf den Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter und die BIP-Revision geblickt.

Quelle: ntv.de