Der Börsen-Tag

Geldanlage-CheckInflationsindikator springt in die Höhe - Obstpreise brechen massiv ein

13.05.2026, 11:17 Uhr

Der Iran-Krieg hat die deutschen Großhandelspreise im April so stark steigen lassen wie seit über drei Jahren nicht mehr. Die Verkaufspreise erhöhten sich laut Statistischem Bundesamt um 6,3 Prozent zum Vorjahresmonat. Im März hatte diese Teuerungsrate noch bei 4,1 Prozent gelegen, im Februar vor Kriegsausbruch bei 1,2 Prozent. Ein größeres Plus wurde zuletzt im Februar 2023 mit 9,5 Prozent verzeichnet.

Die Entwicklung auf Großhandelsebene ist ein wichtiger Indikator für die Inflation denn sie kommt meist verzögert über die allgemeine Teuerung auch bei den Endverbrauchern an.

Der Krieg in Nahost und die Sperrung der Straße von Hormus hinterlassen eindeutige Spuren: Mineralölerzeugnisse kosteten 37,3 Prozent mehr als im April 2025.

In die entgegengesetzte Richtung entwickeln sich die Erzeugerpreise von landwirtschaftlichen Produkten - auch wenn vielen Bauern die höheren Kosten für Diesel und auch Dünger zu schaffen machen. Die Agrarpreise fielen um 8,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Besonders stark sanken im März die Erzeugerpreise für Obst: Diese fielen um 31,2 Prozent zum Vorjahresmonat. Preissenkungen gab es hier unter anderem bei Tafeläpfeln mit 33,0 Prozent. Gemüse verteuerte sich dagegen um 19,3 Prozent.

Quelle: ntv.de