Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagInflationsrisiken bleiben erhöht

20.11.2024, 17:31 Uhr

Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) sieht erhöhte Aufwärtsrisiken für die Inflation. Für 2025 rechnet der BVR mit einem Anstieg der Verbraucherpreise in Deutschland um 2,3 Prozent und damit derselben Inflationsrate wie 2024. Eine ähnliche Entwicklung sei auch im Euroraum insgesamt zu erwarten. "Der Europäischen Zentralbank (EZB) ist es gelungen, die Inflation in die Nähe der Preisstabilitätsmarke von 2 Prozent zurückzuführen. Doch ist der Kampf gegen die Inflation noch nicht gewonnen", erklärt BVR-Chefvolkswirt Andreas Bley. Es bestünden enorme Unsicherheiten, unter anderem im Hinblick auf die inländische Lohn- und Margenentwicklung als zentraler Treiber der hohen Preisdynamik bei Dienstleistungen.

"Der EZB-Einlagesatz kann im Dezember um weitere 25 Basispunkte auf 3,0 Prozent abgesenkt werden, doch sollten weitere Zinsschritte von der aktuellen Datenlage abhängig gemacht werden", mahnt Bley. So verdeutliche der Anstieg der Energie-Erzeugerpreise in Deutschland im Oktober um 0,6 Prozent gegenüber dem Vormonat einmal mehr die bestehenden Risiken des Preisausblicks. In den nächsten Monaten werde die Inflation in Deutschland aufgrund von Sondereffekten wie der weiteren Anhebung des nationalen CO2-Preises und der Erhöhung des Deutschlandticket-Preises vorübergehend zunehmen. Die Inflationsprognose des BVR lasse bereits für November einen Anstieg der Inflationsrate von 2,0 Prozent im Oktober auf etwa 2,5 Prozent erwarten.

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Quelle: ntv.de