Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagIran-Eskalation wird zum Anleger-Schreckgespenst 

03.03.2026, 08:22 Uhr

Die anhaltenden Angriffe der USA und Israels gegen den Iran drücken die ostasiatischen Börsen erneut deutlich ins Minus. Es deutet sich aktuell kein Ende der Kämpfe an. Die US-Operation im Iran wird nach Aussage von US-Präsident Donald Trump vier bis fünf Wochen dauern. "Aber wir haben die Fähigkeit, auch weitaus länger durchzuhalten", sagte er. Besonders deutlich fällt das Minus an der Börse in Seoul aus, wo der Kospi nach der Feiertagspause zu Wochenbeginn um 5,8 Prozent einknickt. Der Handel war zwischenzeitlich aufgrund der hohen Verluste für kurze Zeit ausgesetzt.

Für den Nikkei in Tokio geht es um weitere 2,9 Prozent abwärts. Hier wird auch auf Aussagen von Ryozo Himino, Vize-Gouverneur der Bank of Japan (BOJ), verwiesen. Er hat die Haltung der Zentralbank bekräftigt, die Leitzinsen weiter anzuheben. Er blieb allerdings konkrete Hinweise auf den Zeitpunkt des nächsten Schrittes schuldig. Die BOJ hatte den Leitzins zuletzt im Dezember auf 0,75 Prozent angehoben.

Dagegen zeigen sich die Börsen in China nur mit moderaten Abgaben. Der Shanghai Composite reduziert sich um 0,3 Prozent, der Hang-Seng-Index in Hongkong verliert 0,2 Prozent. Die Risiken für die chinesische Ölversorgung blieben trotz des Iran-Konflikts kurzfristig beherrschbar, so Macquarie. Zudem warten die Marktteilnehmer auf Aussagen vom Nationalen Volkskongress im Wochenverlauf. Dieser wird den Fünfjahresplan für den Zeitraum 2026 bis 2030 verabschieden. Der Markt rechnet mit weiteren Stimulierungsmaßnahmen für die Konjunktur.

Quelle: ntv.de