Der Börsen-TagIran-Krieg schlägt ins deutsche Wirtschaftskontor
Die deutsche Wirtschaft hat sich der Bundesregierung zufolge im ersten Quartal deutlich abgeschwächt. "Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland hat im ersten Quartal vor dem Hintergrund des Konflikts im Nahen Osten spürbar an Dynamik verloren", teilte das Bundeswirtschaftsministerium in seinem Lagebericht für April mit. Während Stimmungsindikatoren im Unternehmenssektor und zum Teil auch bei Verbrauchern zu Jahresbeginn zunächst eine leichte Aufhellung zeigten, haben sich diese laut dem Ministerium mit Beginn des Iran-Kriegs deutlich eingetrübt. Aktuelle Indikatoren in der Industrie deuteten darauf hin, dass sich die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal nur sehr verhalten entwickelt haben dürfte.
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) hatte im vierten Quartal 2025 um 0,3 Prozent zugelegt. "Nach einer kurzen Stimmungsaufhellung zu Jahresbeginn haben sich Erwartungen von Unternehmen und auch von Verbraucherinnen und Verbrauchern wieder eingetrübt", teilte das Ministerium weiter mit. Die Industrie entwickelte sich demnach zuletzt schwach, und auch der Bau wies witterungsbedingt deutliche Einbußen auf.