Der Börsen-TagIran-Krieg treibt Inflation im Euroraum in die Höhe
Der Ölpreisanstieg infolge des Iran-Krieges treibt die Inflation im Euroraum sprunghaft nach oben. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im März um durchschnittlich 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das EU-Statistikamt Eurostat auf Basis endgültiger Daten mitteilte. In einer vorläufigen Schätzung war von 2,5 Prozent die Rede. Noch im Februar hatte die Teuerungsrate mit 1,9 Prozent unter dem Ziel der EZB von 2,0 Prozent gelegen. Diese ist vor ihrer nächsten Zinssitzung Ende des Monats mit Blick auf die Inflationsgefahr auf der Hut.
Laut EZB-Chefin Christine Lagarde ist die Zentralbank bereit zu handeln, wenn es die Datenlage erfordert. Nach Ansicht des estnischen Ratsmitglieds Madis Müller verfügt die EZB Ende des Monats womöglich jedoch noch nicht über ausreichende Daten, um die Notwendigkeit einer Zinserhöhung beurteilen zu können. Bundesbankchef Joachim Nagel plädiert dafür, flexibel zu bleiben. Damit habe die Zentralbank etwas Handlungsspielraum.