Der Börsen-TagItalien lehnt deutsche Forderung bei Commerzbank-Übernahme "selbstverständlich" ab
Die italienische Regierung lehnt eine mögliche Verlegung des Hauptsitzes oder zentraler Funktionen der heimischen Großbank UniCredit im Zuge einer Commerzbank-Übernahme nach Deutschland ab. "Selbstverständlich wären wir nicht dafür", sagte Wirtschaftsminister Giancarlo Giorgetti nach einer Kabinettssitzung. Ein Sprecher von UniCredit betonte, dass das Institut keine Pläne habe, seinen Hauptsitz im Rahmen einer möglichen Übernahme des Frankfurter Instituts nach Deutschland zu verlegen. "Wie UniCredit wiederholt erklärt hat, befindet sich der Hauptsitz der Gruppe in Italien und wird dort auch bleiben. Es gab keine Diskussionen oder gar Forderungen, die dem widersprechen", sagte der Sprecher.
Unter anderem hatte der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Armand Zorn, gefordert, dass im Falle einer Übernahme der Commerzbank durch die UniCredit der Hauptsitz des neuen Instituts in Deutschland sein müsse.