Der Börsen-TagJapans Verbraucherausgaben eingebrochen - stärkster Rückgang seit 2021
Die japanischen Verbraucherausgaben sind im Januar so stark gesunken wie seit knapp drei Jahren nicht mehr. Wie aus Regierungsdaten hervorgeht, sanken die Ausgaben der privaten Haushalte im Januar um 6,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr und damit den elften Monat in Folge. Damit wurde die mittlere Marktprognose eines Rückgangs von 4,3 Prozent übertroffen und der stärkste Rückgang seit Februar 2021 verzeichnet. Auf saisonbereinigter Basis sanken die Ausgaben im Vergleich zum Vormonat um 2,1 Prozent, während ein Anstieg von 0,4 Prozent erwartet worden war. Faktoren wie der Rückgang der Neuwagenkäufe wegen Werksschließungen und niedrigere Energierechnungen aufgrund des warmen Wetters trugen laut Regierung zum Ausgabenrückgang bei.
Separate Daten, die bereits am Donnerstag veröffentlicht wurden, zeigten, dass die japanischen Reallöhne im Januar den 22. Monat in Folge schrumpften. Weil der Preisdruck nachließ, erfolgte die Schrumpfung so langsam wie seit mehr als einem Jahr nicht mehr. Vorläufigen Schätzungen zufolge stürzte die japanische Wirtschaft im letzten Quartal des vergangenen Jahres aufgrund der schwachen Inlandsnachfrage in eine Rezession. Ökonomen gehen jedoch davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt in den revidierten Zahlen, die am Montag bekanntgegeben werden, dank der soliden Investitionsausgaben wieder wachsen wird.