Der Börsen-TagJeder dritte Vorstandsposten fällt weg - VW will mit Markenumbau eine Milliarde sparen
Der VW-Konzern baut seine Massenmarken um und will damit in den kommenden Jahren viel Geld in der Produktion einsparen. Die Neuordnung in der Organisation führe allein im Produktionsbereich zu Einsparmöglichkeiten von zusammengenommen einer Milliarde Euro bis 2030, teilte der Autobauer mit.
So sollen die Zentralbereiche Produktion, Technische Entwicklung und Einkauf in einem gemeinsamen markenübergreifenden Markengruppenvorstand gebündelt werden. Damit einher geht auch eine deutliche Reduzierung der bisherigen Vorstandsposten in den Marken der Gruppe. Die einzelnen Marken Skoda, Seat/Cupra und die Lieferwagensparte VW Nutzfahrzeuge (VWN) werden von jeweils nur noch vier regulären Vorständen geführt. Das neue Steuerungsmodell senke die Gesamtzahl der Vorstandsmitglieder in der Markengruppe um etwa ein Drittel, hieß es.
Europas größter Autobauer hatte den Umbau seiner Massenmarken unter anderem mit einem großen Sparprogramm bei der renditeschwachen Kernmarke VW lanciert. Als Teil der Bestrebungen von Konzernchef Oliver Blume werden in Deutschland bei VW 35.000 Arbeitsplätze bis 2030 abgebaut.