Der Börsen-Tag

Der Börsen-Tag"Keine günstigen Voraussetzungen für Aktien"

04.03.2025, 08:05 Uhr

US-Präsident Donald Trump schickt die asiatischen Aktienmärkte auf die tiefsten Stände seit einem Monat. Zwar erreichen die Abgaben nicht das Niveau der Wall Street vom Vorabend und einige Märkte erholen sich bereits wieder nach dem ersten Schreck, gleichwohl ist die Stimmung an den Märkten angeschlagen. Trump hat die Hoffnungen zunichte gemacht, dass die geplanten Zölle auf Importe aus Kanada und Mexiko doch noch zurückgenommen werden könnten.

China reagierte nun ebenfalls und konterte die Zölle auf chinesische US-Importe mit Gegenzöllen ab 10. März, auch Kanada kündigt Reaktionen an. Damit scheint der befürchtete Handelskrieg Realität zu werden - und dies vor dem Hintergrund schwächer als erwartet ausgefallener US-Konjunkturdaten am Vorabend. "Keine günstigen Voraussetzungen für Aktien", sagt ein Händler. Vermeintlich sichere Häfen sind daher gefragt, US-Anleihen steigen genauso wie der japanische Yen. Laut IG-Marktstratege Yeap Jun Rong dürfte die sich abzeichnende Unsicherheit über US-Zölle die Marktstimmung in Asien in naher Zukunft dämpfen.

In Japan fällt der Nikkei 1,6 Prozent auf 37.173 Punkte - auch belastet vom Höhenflug des Yen. Verkauft werden exportlastige Titel aus den Sektoren Automobil und Halbleiter - letztere auch belastet vom Nvidia-Absturz in den USA. Advantest verlieren 8,2 und SoftBank 5,7 Prozent sowie. Honda Motor 2,1 Prozent.

In Asien, vor allem aber in China steht der jährliche Volkskonkress ab Mittwoch im Fokus. Die Erwartungen sind hoch, dass Peking endlich umfassende Konjunkturhilfen auf den Weg bringen wird. Diese Hoffnung lässt die chinesischen Märkte zum Teil sogar ins Plus drehen nach anfänglichen Abgaben. Der Hang-Seng-Index in Hongkong fällt nur noch um 0,2 Prozent, der Shanghai Compüosite legt nun um 0,1 Prozent zu. BYD fallen um 6,8 Prozent, nachdem das Unternehmen seine Pläne zur Platzierung von Aktien angekündigt hat - auch andere Autowerte zeigen sich schwach. Unter den weiteren Einzelwerten verlieren Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC) in Taipeh 1,9 Prozent. Die Gesellschaft will offenbar in den nächsten vier Jahren 100 Milliarden US-Dollar in Chipfabriken in den USA investieren.

Quelle: ntv.de