Der Börsen-Tag"Konjunktursorgen werden eingepreist"
Die Sorge vor einer Eskalation im Nahen Osten belastet die asiatischen Börsen. In Tokio gibt der Nikkei-Index 0,5 Prozent auf 53.570,31 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix notiert 0,5 Prozent niedriger bei 3610,59 Zählern. Der Shanghai Composite verliert 0,7 Prozent auf 4066,40 Stellen, während der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen um 0,5 Prozent auf 4643,43 Punkte fällt.
In Japan drückt die Krise im Nahen Osten den Nikkei den dritten Handelstag in Folge ins Minus. Anleger fürchten längerfristige wirtschaftliche Schäden durch höhere Energiepreise und einen schwächeren Yen. "Die Sorgen über eine Konjunkturabschwächung aufgrund steigender Ölpreise werden eingepreist", sagt Maki Sawada, Aktienstrategin bei Nomura Securities. Zu den größten Verlierern zählen die KI-Zulieferer Furukawa Electric und Fujikura mit einem Minus von jeweils 6,7 Prozent.
In China belastet die anhaltende Immobilienkrise die Stimmung. Die Preise für neue Eigenheime fielen im Februar auf Monatsbasis um 0,3 Prozent und im Jahresvergleich um 3,2 Prozent. Dies dämpft die Konsumausgaben und das Vertrauen. "Der langsamere monatliche Rückgang ist ein positives Zeichen, aber der Markt befindet sich immer noch in einer Anpassungsphase", sagt Zhang Dawei, Analyst bei Centaline Property. Die Erholung verlief uneinheitlich, wobei sich erstklassige Projekte in den Metropolen widerstandsfähiger zeigten als in kleineren Städten.