Der Börsen-TagKräftige Verluste in Asien im Sog der Wall Street
Im Sog des deutlichen Rücksetzers an der Wall Street und aus Vorsicht vor den im Tagesverlauf anstehenden US-Arbeitsmarktdaten für Februar geht es am Freitag im Handelsverlauf an den Börsen in Ostasien kräftig nach unten. In den USA hatte neben Zinssorgen der Bankensektor stark belastet. Auslöser war, dass eine auf die Finanzierung von Technologieunternehmen spezialisierte Bank den Markt mit dem Verkauf ihres Portfolios zur Kapitalbeschaffung überrascht hatte. Das schürte Sorgen vor Zahlungsausfällen im Banksektor aufgrund der aggressiven geldpolitischen Straffung der US-Notenbank.
Die Arbeitsmarktdaten gelten derweil als mit die wichtigste Kennziffer für die US-Notenbank zur Beurteilung der konjunkturellen Verfassung und Preisdynamik. Sehr starke Jobdaten für Januar hatten an den Börsen für kräftige Abgaben gesorgt, weil sie Sorgen vor aggressiveren Zinserhöhungen befeuert hatten. Und gerade erst warnte US-Notenbankchef Powell unter der Woche in falkenhaften Auftritten, dass möglicherweise beim nächsten Zinsentscheid eine aggressivere Zinserhöhung angezeigt sein könnte - je nach Datenlage.
Die Einbußen an den Börsen in Ostasien bewegen sich zwischen 1,1 Prozent in Shanghai und Seoul und 2,4 Prozent in Hongkong. Um 2,3 Prozent ging es auch in Sydney abwärts. Dort ist der Handel bereits beendet. Der Nikkei büßt 1,6 Prozent ein auf 28.149 Punkte. Dass die japanische Notenbank bei ihrem letzten Treffen unter dem scheidenden Chef Kuroda an ihrer ultraexpansiven Politik festgehalten hat, stützt nicht. Vereinzelt war zuvor ein Schwenk in Richtung einer strafferen Vorgehensweise nicht ausgeschlossen worden.