Der Börsen-TagKritik an Personalie Appel für Telekom-Kontrollvorsitz

Aktionärsvertreter haben die mögliche Wahl von Post-Chef Frank Appel an die Spitze des Aufsichtsrats der Deutschen Telekom kritisiert. "Eine Ämterdopplung sehen wir kritisch. Ein Vorstandsvorsitzender sollte nicht gleichzeitig den Aufsichtsratsvorsitz eines anderen Konzerns übernehmen", sagte Ingo Speich, Leiter des Bereichs Corporate Governance bei der Fondsgesellschaft Deka, Reuters.
Vanda Rothacker von der Fondsgesellschaft Union Investment listete auf: "Nach unserer Zählung hätte Herr Appel fünf Mandate, darf als amtierender Vorstandsvorsitzender eines Dax-Konzerns aber nur drei Mandate haben. Das wäre ein klarer Fall von Ämterhäufung." Der Vorstandsvorsitz bei der Post werde genauso doppelt gezählt wie der Aufsichtsratsvorsitz bei der Telekom. Hinzu komme noch Appels Sitz im Aufsichtsrat von Fresenius.
Insidern zufolge ist der 60-jährige Appel Favorit für die Nachfolge von Telekom-Kontrollchef Ulrich Lehner.