Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagKurse an Börsen in Tokio und Seoul schwächeln

29.11.2024, 08:41 Uhr

Das gleiche Bild wie an den Vortagen zeigt sich zum Wochenschluss an den ostasiatischen Aktienmärkten und in Sydney. Während die chinesischen Börsen in die eine Richtung tendieren, geht es anderswo in die entgegengesetzte. Diesmal ziehen wie am Mittwoch die Kurse in Hongkong und Shanghai kräftiger am, in Tokio und besonders in Seoul geht es dagegen nach unten. Sydney büßt 0,1 Prozent ein.

In Tokio bremst die nach einer kurzen Unterbrechung fortgesetzte Aufwertung des Yen. Der Dollar kostet nur noch knapp 150 Yen, verglichen mit Niveaus um 155 vor Wochenfrist. Dahinter steht vor allem die Erwartung, dass die japanische Notenbank bei ihrer Dezember-Sitzung die Zinsen weiter erhöhen dürfte, während in den USA mit einer Zinssenkung gerechnet wird. Neue Preisdaten aus Japan stützen diese Spekulation, in Tokio stiegen die Kernverbraucherpreise im November mit 2,2 Prozent auf Jahressicht einen Tick stärker als geschätzt, was weiter knapp über dem Inflationsziel der Notenbank liegt. Zugleich lag die Industrieproduktion im Oktober 3 Prozent über dem Vorjahresniveau, womit sie gleichwohl allerdings die noch höhere Ökonomenprognose nicht erreichte.

In Hongkong und Shanghai hat nach einem verhaltenen Start im frühen Verlauf ein Aufschwung eingesetzt. Die Akteure dort warten hoffnungsvoll auf die Dezember-Konferenz des Politbüros und weitere Signale zu Chinas nächstem Stimulus zur Ankurbelung der Wirtschaft. Am Wochenende könnten dafür die Weichen gestellt werden, wenn neue Einkaufsmanagerdaten berichtet werden. Sollten diese schwach ausfallen, dürften sie diese Hoffnungen noch befeuern und Peking weiter unter Druck setzen. Sehr fest liegen Immobilienwerte. China Vanke, Longfor oder Poly Real Estate gewinnen zwischen 3,3 und 5,7 Prozent. Im Technologiesegment legen Meituan im unmittelbaren Vorfeld der Zahlenvorlage um 1,7 Prozent zu.