Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagKursschwäche in Hongkong dauert an

16.07.2024, 08:06 Uhr

Überwiegend wenig Bewegung gibt es im Handelsverlauf an den Börsen in Ostasien und Sydney. Die Vorgabe der Wall Street ist zwar freundlich, allerdings schlossen die Indizes dort gleichwohl deutlicher unter den Tageshochs. Etwas bremsend wirkte der Anstieg der US-Marktzinsen. Teilnehmer sprechen vom sogenannten Trump-Trade. Sollte Donald Trump neuer US-Präsident werden, dann dürfte das Steuersenkungen, höhere Haushaltsdefizite, höhere Zölle, laxere Regulierung und Aufwärtsdruck für die langfristigen Zinsen bedeuten, so die dahinterstehende Spekulation.

In Tokio gewinnt der Nikkei nach der Feiertagspause am Montag 0,3 Prozent auf 41.329 Punkte. Der Yen verteidigt weitgehend seit den US-Verbraucherpreisen am vergangenen Donnerstag sein deutlich erhöhtes Niveau, wozu mutmaßlich auch Interventionen seitens Japans beitrugen. In Seoul und in Sydney bewegen sich die Indizes kaum, der S&P/ASX-200 kann damit das gestern erreichte 8000er-Niveau knapp halten.

An den chinesischen Börsen geht es nach den überwiegend schwach ausgefallenen Konjunkturdaten in Shanghai um 0,2 Prozent nach unten, während Hongkong erneut deutlicher verliert, und zwar 1,4 Prozent. Das langsamere BIP-Wachstum im zweiten Quartal deutet laut Analysten darauf hin, dass weitere politische Unterstützungsmaßnahmen auf der Nachfrageseite erforderlich sind, wie unter anderem die Analysten der Bank of America befinden. Die Anleger achteten daher nun genau auf Hinweise, Anreize oder politische Maßnahmen, die beim derzeit laufenden sogenannten Dritten Plenum beschlossen werden könnten, der viertägigen Tagung des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei.

Quelle: ntv.de