Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagLässt es Powell noch einmal richtig krachen?

18.03.2026, 05:59 Uhr

Der Dax versucht sich nach oben zu arbeiten. Dem Montagsplus von 0,5 Prozent ließ der deutsche Börsenleitindex im gestrigen Geschäft einen Aufschlag von 0,7 Prozent auf 23.731 Punkte folgen. Und das trotz eines negativen Handelsstarts. Nach wie vor bestimmen der Krieg im Nahen Osten und die Entwicklung der Ölpreise die Richtung an den weltweiten Aktienmärkten.

Terminlich hat die Wochenmitte für Anleger aber auch anderweitig einiges zu bieten. Los geht's mit den Preisen. So dürfte die Inflation im Euroraum bereits vor dem Ende Februar ausgebrochenen Nahost-Krieg auf dem Vormarsch gewesen sein. Klarheit bringen die finalen Daten des EU-Statistikamts Eurostat. Es hat in einer früheren Schätzzahl für Februar eine Teuerungsrate von 1,9 Prozent ermittelt. Im Januar hatte die Rate mit 1,7 Prozent noch deutlich unter der Zielmarke von 2,0 Prozent gelegen, die von der Europäischen Zentralbank mittelfristig als ideal für die Konjunktur angesehen wird.

Die US-Notenbank muss in Zeiten des Nahost-Krieges und steigender Ölpreise den geldpolitischen Kurs bestimmen. Trotz der mit dem Militärkonflikt verbundenen Inflationsrisiken gehen Ökonomen davon aus, dass die Federal Reserve den Leitzins weiter in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent halten wird. Zugleich blicken Investoren mit Spannung auf den aktualisierten Zinsausblick der Währungshüter: Dabei wird sich zeigen, ob sie wie bereits im Dezember für 2026 einen Zinsschritt nach unten avisieren oder diese Option unter dem Eindruck des Ölpreisschocks vorerst vom Tisch nehmen.

Unternehmensseitig legt etwa der von Continental 2025 abgespaltene Autozulieferer Aumovio seine erste Jahresbilanz vor. Analysten rechnen im Schnitt mit einem Umsatz von 18,7 Milliarden Euro und einem bereinigten Betriebsergebnis von 706 Millionen Euro - das wäre ein Anstieg um mehr als 40 Prozent zum Vorjahr, als es noch die Autosparte des Reifenherstellers Conti war. Der MDAX-Konzern ist mit dem Abbau Tausender Arbeitsplätze noch mitten in der Restrukturierung.

Nach US-Börsenschluss öffnet dann noch Micron die Bücher. Die kräftigen Preissteigerungen bei Speicherchips haben dem US-Konzern voraussichtlich zu einem Gewinnsprung verholfen. Börsianer erwarten von Micron zudem Aussagen zur Entwicklung der weltweiten Lieferengpässe für derartige Halbleiter. Das Unternehmen hat für das abgelaufene Quartal einen Umsatz zwischen 18,3 und 18,7 Milliarden Dollar sowie einen Gewinn von 7,99 bis 8,39 Dollar je Aktie in Aussicht gestellt.

Die komplette Wirtschaftsterminübersicht für diese Woche finden Sie hier.

Quelle: ntv.de