Der Börsen-Tag"Lage bei Produktion gleicht einem Trauerspiel"
Die Industrieproduktion in Deutschland ist im April auf demselben Niveau wie im März geblieben. Anstiege gab es etwa in der chemischen Industrie und in der Metallerzeugung, während die Autoindustrie weniger produzierte, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Das gesamte Produzierende Gewerbe legte dank eines deutlichen Anstiegs im Baugewerbe im Monatsvergleich um 0,4 Prozent zu.
"Die Lage bei der Produktion gleicht weiterhin einem Trauerspiel", meinte Alexander Krüger von Hauck Aufhäuser Lampe: "Nur unter der Lupe ist zu erkennen, dass sich produktionsseitig etwas getan hat. Immerhin ist das Ergebnis vom Vormonat hochrevidiert worden. Bislang hat das Fiskalpaket noch nicht gezündet. Der Iran-Krieg entschuldigt das zum Teil, weil Produktionsmittel fehlen. Aufträge sind daher bestenfalls nur langsam abzuarbeiten. Die Produktionskosten sind zudem gestiegen, weshalb Gewinnmargen unter Druck sind. Da die Politik nicht für Aufbruchstimmung sorgt, werden Kapazitäten wohl eher weiter abgebaut. Damit zeigt der Trend bei Industriearbeitsplätzen weiter nach unten."