Der Börsen-TagLetzte Runde im Brexit-Drama - Pfund wankt bereits

Die Uhr tickt: In drei Wochen soll Großbritannien aus der EU ausscheiden. Völlig unklar ist bisher, wie das aussehen wird. Heute wird nochmal geredet über den Brexit. Doch die Erwartungen an die Gespräche zwischen dem britischen Premierminister Boris Johnson und seinem irischen Kollegen Leo Varadkar seien gering, sagte Adam Cole, Chef-Anlagestratege für Devisen bei der Investmentbank RBC Capital Markets.
Wenn das Treffen schlecht laufe, könne dies dem britischen Pfund weiter zusetzen, da Investoren dann die Chancen auf einen Brexit-Deal in letzter Minute bei praktisch Null sähen, so Cole. Bereits jetzt gerät das Pfund unter Druck und verliert 0,2 Prozent. Damit ist es mit 1,1096 Euro so billig wie zuletzt vor gut vier Wochen.
Johnson und Varadkar verhandeln über das Grenzregime zwischen der Republik Irland und dem britischen Nordirland nach dem geplanten EU-Ausstieg des Vereinigten Königreichs. Johnsons jüngste Pläne hierzu wurden von der Staatengemeinschaft als unzureichend zurückgewiesen.