Der Börsen-TagMercedes-Benz verkauft weniger Autos
Mercedes-Benz bekommt den Einbruch auf dem chinesischen Automarkt zu spüren. Der Stuttgarter Autobauer verkaufte nach eigenen Angaben im ersten Halbjahr weltweit 1,01 Millionen Autos, das sind sechs Prozent weniger als im Vorjahr. Während das Geschäft in Europa und Nordamerika anzog, ging es in China steil abwärts. Hier wurden nur noch 210.000 Autos verkauft, 28 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2025.
Mercedes verwies darauf, dass es im zweiten Quartal vor allem bei den Modellen mit Verbrennungsmotor abwärts ging. "China bleibt ein zentraler Markt für Mercedes-Benz und spielt eine Schlüsselrolle in der Lokalisierungs- und Innovationsstrategie des Unternehmens", hieß es dennoch. Hoffnungsträger für das zweite Halbjahr seien neue Modelle wie die S-Klasse und der GLE.
Trotz Plus von drei Prozent außerhalb Chinas und 50 Prozent mehr BEV-Absatz im zweiten Quartal sieht Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer bei Mercedes Handlungsbedarf. "Die ganz große Herausforderung ist China. Mercedes muss schneller chinesisch werden", sagt Dudenhöffer ntv.de. Er empfiehlt dem Konzern, Teile der Entwicklung nach China zu verlagern. Vorbild sei VW mit der "In China für China"-Strategie.