Der Börsen-TagMilliardeninvestition: BASF will in China aufholen
BASF hat nach fast sechs Jahren Bauzeit und einer Milliardeninvestition seinen neuen Verbundstandort in Südchina eröffnet. In einer Welt, die immer geteilter werde, zeige der Standort Zhanjiang, dass globale Kooperation die besten Ergebnisse erziele, sagte BASF-Vorstand Markus Kamieth. Mit dem Standort will BASF seine Position im Chemie-Markt der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt verbessern, in dem etwa die Hälfte der globalen Chemie-Nachfrage liegt. Bislang erwirtschaftet der Chemieriese lediglich rund 14 Prozent seines globalen Umsatzes in China.
Das Werk in der Küstenstadt Zhanjiang mit rund sieben Millionen Einwohnern, das schon im November in Betrieb gegangen war, soll den aus BASF-Sicht unterversorgten Markt im Süden bedienen. Mit 8,7 Milliarden Euro ist es die bislang größte Einzelinvestition in der Geschichte des Unternehmens. In China eröffnet BASF damit einen zweiten Verbundstandort nach jenem in Nanjing in Ostchina, wo Chinas Chemiemarkt am größten ist. Das Nanjing-Werk teilen sich die Deutschen in einem Gemeinschaftsunternehmen mit dem staatlichen Ölriesen Sinopec. Mit Zhanjiang will das Unternehmen außerdem die wirtschaftsstarke Provinz Guangdong besser erreichen, wo viele BASF-Kunden sitzen.