Der Börsen-TagMilliardenklage wegen Ewigkeitschemikalien belastet 3M
Eine Milliardenklage wegen sogenannter Ewigkeitschemikalien (PFAS) setzt die Aktien des US-Mischkonzerns 3M unter Druck. Die Titel geben im vorbörslichen Handel an der Wall Street rund 2,5 Prozent nach. Die australische Regierung fordert mehr als zwei Milliarden australische Dollar (rund 1,2 Milliarden Euro) Schadenersatz wegen der Kontamination durch PFAS-haltigen Löschschaum auf Militärstützpunkten. Sie wirft 3M vor, garantiert zu haben, dass die Substanz sicher zu entsorgen, biologisch abbaubar und ungiftig sei.
Der Konzern habe jedoch eigene Testergebnisse zurückgehalten, die "erhebliche schädliche Umweltauswirkungen" belegten, sagte Justizministerin Michelle Rowland. 3M teilte mit, sich vor Gericht gegen die Ansprüche verteidigen zu wollen. Bei PFAS handelt es sich um eine Gruppe von Stoffen, die in der Umwelt nicht natürlich abbaubar sind. 3M sieht sich mit Tausenden von Klagen wegen der Chemikalien konfrontiert.