Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagNach Handelsunterbrechungen: Systemänderung an der Wall Street?

16.04.2020, 13:38 Uhr
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(Foto: imago images/Pacific Press Agency)

An der Wall Street tut sich anscheinend etwas: Schwergewichte aus der Finanzbranche, darunter Morgan Stanley, Citadel Securities und Blackrock, suchen nach möglichen Änderungen am System der Handelsunterbrechungen an den US-Börsen, nachdem die eigentlich selten eingesetzten Mechanismen im vergangenen Monat wiederholt das Börsengeschehen stoppten. Die Teilnehmer wollen vor allem erreichen, dass es seltener zu einem kompletten Handelsstopp direkt nach der Eröffnungsglocke komme. Das kann nach den gültigen Regeln passieren, wenn sich die globale Marktstimmung über Nacht stark verschlechtert hat und die Aktienkurse in ganzer Breite auf große Verluste zusteuern.

Bei drei der vier Handelsunterbrechungen im März kam der Stopp innerhalb weniger Minuten nach der Eröffnung, als der S&P 500 um 7 Prozent einknickte. Am 16. März wurde der Handel eine Sekunde nach dem Start unterbrochen. Daraufhin kritisierten Marktteilnehmer, es sei nicht sinnvoll, den Aktienmarkt zu eröffnen, nur um ihn sofort wieder zu stoppen.