Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagNahost-Krise bremst Tokioter Börse aus

11.05.2026, 07:00 Uhr

Die festgefahrenen Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran verunsichern die Anleger an den asiatischen Aktienmärkten. In Tokio gibt der Nikkei-Index 0,4 Prozent auf 62.486,84 Punkte nach und der breiter gefasste Topix bleibt fast unverändert bei 3830,12 Zählern. Die chinesischen Märkte zeigen sich dagegen fester. Der Shanghai Composite gewinnt 0,7 Prozent auf 4208,97 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen steigt 1,1 Prozent auf 4.924,56 Punkte.

In Japan drückt die Sorge vor einer Eskalation im Nahen Osten auf die Stimmung, nachdem US-Präsident Donald Trump die iranischen Bedingungen für ein Ende des Krieges als inakzeptabel zurückgewiesen hatte. Zuvor hatte der Nikkei noch ein Rekordhoch erreicht. "Die Unsicherheit über die Lage im Nahen Osten hat sich jedoch verschärft", sagt Wataru Akiyama, Stratege bei Nomura Securities. Zu den Gewinnern zählen der Chip-Hersteller Kioxia mit einem Plus von 6,8 Prozent sowie Konami und Japan Tobacco nach starken Quartalszahlen. Zu den Verlierern gehört Nintendo, deren Aktien nach einer Preiserhöhung für die Konsole Switch 2 um 6,5 Prozent abrutschen.

In China rückt der bevorstehende Besuch Trumps in den Fokus, der in dieser Woche mit Präsident Xi Jinping unter anderem über Handel und Künstliche Intelligenz sprechen will. Gleichzeitig treiben die durch den Nahost-Krieg gestiegenen globalen Energiekosten die Inflation in der Volksrepublik an. Die Erzeugerpreise stiegen im April um 2,8 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit fast vier Jahren.

Quelle: ntv.de