Der Börsen-TagNestle will Verpackungen umweltfreundlicher machen

Keine Plastik-Strohhalme mehr und Nesquik-Kakao in der Papiertüte: Mit Initiativen wie diesen reagiert der Schweizer Lebensmittelriese Nestle auf den zunehmenden Druck von Politik und Umweltschützern, Kunststoffabfälle zu reduzieren. Ab Februar will der weltgrößte Nahrungsmittelhersteller verstärkt Trinkhalme aus Papier für seine Produkte anbieten.
Das Thema treibt derzeit viele Konsumgüterkonzerne und Chemiefirmen um - zumal der Druck steigt, dem Problem Herr zu werden: Die Europäische Union einigte sich im Dezember auf ein Verbot bestimmter Einweg-Plastikprodukte wie Trinkhalme oder Besteck, das ab 2021 greifen soll. Damit will die EU die zunehmende Verschmutzung der Meere bekämpfen.
In Ländern ohne funktionierende Infrastruktur für eine Abfallwiederverwertung setzt Nestle auf eine biologisch abbaubare und wiederverwertbare Plastikflasche. Das dafür nötige Granulat entwickeln die Eidgenossen gemeinsam mit der darauf spezialisierten US-Firma Danimer. Mit solchen Maßnahmen will Nestle das Ziel erreichen, bis 2025 sämtliche Verpackungen für seine Nahrungsmittel wiederverwendbar oder wiederverwertbar zu machen.