Der Börsen-TagNeue Verkaufswelle zeichnet sich ab
Europas Börsen dürften auf das Ultimatum von US-Präsident Donald Trump an den Iran mit einer neuen Verkaufswelle reagieren. Trump hat dem Land bis Montagabend Zeit gegeben, um die Straße von Hormus wieder zu öffnen. Andernfalls werde man iranische Energieinfrastruktur angreifen. Der Iran hat für einen solchen Fall bereits Vergeltung angekündigt. Derweil hat Israel seine Angriffe auf Teheran intensiviert. Der Iran hatte am Wochenende zwei israelische Städte in der Nähe der israelischen Nuklearanlagen bei Dimona mit Raketen beschossen. Dabei wurden rund 200 Menschen verletzt.
Brent notiert am Morgen wenig verändert bei 112 Dollar das Barrel, und damit nur leicht unter den Höchstständen von knapp 120 Dollar seit Ausbruch des Krieges im Nahen Osten. Ohne die Freigabe der strategischen Ölreserven würde der Ölpreis vermutlich noch wesentlich höher liegen. Zunehmend setzt sich am Markt die Meinung durch, dass der Konflikt länger andauern dürfte. Damit stiegen auch die Stagflationsrisiken. In einem solchen Fall wären den Zentralbanken weitgehend die Hände gebunden. Mit dem großen Verfall am vergangenen Freitag müssen sich die Börsen nun neu orientieren.