Der Börsen-TagNivea sorgt für verhaltenen Ausblick bei Beiersdorf
Beiersdorf verliert weiter an Wachstumstempo. Beim Aushängeschild Nivea läuft es nicht mehr so rund wie in den vergangenen Jahren. Im laufenden Jahr rechnet Konzernchef Vincent Warnery nun mit einem weiter volatilen Marktumfeld - und einer leicht sinkenden Gewinnmarge. "2025 war ein anspruchsvolles Jahr für die Hautpflegebranche, geprägt von langsamerem Wachstum und anhaltender Marktvolatilität", sagte Warnery. Im vergangenen Jahr verzeichnete der Hersteller von Tesa, Nivea und Hansaplast einen Umsatz von 9,9 Milliarden Euro bei einem organischen Umsatzplus von 2,4 Prozent. 2024 hatte Beiersdorf noch ein deutlich höheres Plus von 6,5 Prozent verbucht. Der operative Gewinn ohne Sondereffekte lag 2025 bei 1,4 Milliarden Euro, die Ebit-Marge ohne Sondereffekte legte leicht auf 14 von 13,9 Prozent im Vorjahr zu.
Beiersdorf hatte im vergangenen Jahr mehrfach die Umsatzprognose senken müssen. Vor allem die Kernmarke Nivea war unter Druck geraten - sie verzeichnete 2025 ein organisches Umsatzwachstum von 0,9 Prozent. Mit Produktinnovationen will Warnery das Wachstum aber wieder ankurbeln. "Wir haben eine gezielte Neujustierung des Nivea-Portfolios eingeleitet, um wieder mehr Dynamik zu entwickeln", unterstrich der Chef des Dax-Konzerns. Er will dabei einen zusätzlichen Fokus auf "erschwingliche Gesichtspflegeangebote" legen. Besser lief es im kleineren Unternehmensbereich Derma mit den Marken Eucerin und Aquaphor - hier wies Beiersdorf ein organisches Umsatzwachstum von 11,7 Prozent aus. Auch Hansaplast und Elastoplast wuchsen zweistellig. Federn lassen musste erneut die Luxusmarke La Prairie mit einem Umsatzminus von 4,5 Prozent. Dort zeichnet sich aber nach langer Schwäche eine Trendwende ab - im vierten Quartal verbuchte Beiersdorf hier ein organisches Wachstum von 3,8 Prozent. Das Klebstoffgeschäft rund um Tesa verzeichnete ein Umsatzplus von 1,8 Prozent. Die Aktionäre sollen nun eine stabile Dividende von einem Euro pro Aktie erhalten. Die Hamburger wollen zudem eigene Aktien im Wert von bis zu 750 Millionen Euro zurückkaufen.