Der Börsen-TagNovartis will teuerste Arznei der Welt in neuer Gen-Fabrik herstellen
Der Pharmariese Novartis erweitert seine Kapazitäten für die Gen- und -Zelltherapie in Europa. Damit wollen die Schweizer Produktionsengpässe beseitigen. 90 Millionen Dollar investierte der Arzneimittelhersteller in das Werk Stein an der deutschen Grenze, das heute der Öffentlichkeit vorstellt wurde. Dort soll ab kommendem Jahr unter andrem die Blutkrebstherapie Kymria für europäische Patienten aufbereitet werden.
Auch die Gentherapie Zolgensma, die mit einem Listenpreis von 2,1 Millionen Dollar pro Einmaldosis teuerste Arznei der Welt zur Behandlung der meist tödlich verlaufenden Erbkrankheit Spinale Muskelatrophie (SMA) bei Kleinkindern, soll in Stein hergestellt werden. Kymriah schlägt mit rund 400.000 Dollar Behandlungskosten zu Buche.