Der Börsen-TagNur wenige Konzerne an der Börse schaffen Werte
Der Großteil der für Anleger geschaffenen Werte am deutschen Aktienmarkt entfällt auf sehr wenige Titel. In den vergangenen 20 Jahren wurden über Kursgewinne, Dividenden und Aktienrückkäufe 1,7 Billionen Euro an Wert erzielt, wie eine neue Studie des Flossbach von Storch Research Institute zeigt, einer Denkfabrik des gleichnamigen Kölner Vermögensverwalters. Doch viele deutsche Aktien brachten Anlegern seit Januar 2003 unterm Strich kein Geld, während demnach schon zwölf Titel für die Hälfte des geschaffenen Gesamtwertes standen.
Für die Studie wurden alle gut 1000 Aktien deutscher Firmen analysiert. Das Ergebnis: Vom gesamten geschaffenen Wert entfiel allein gut die Hälfte (52 Prozent) auf Dividenden. Die übrigen 41 Prozent entstanden durch Kurssteigerungen und 7 Prozent über Aktienrückkäufe.
Listet man die geschaffenen Werte aller Aktien in einem Ranking auf, ergibt das die Summe von 1,7 Billionen Euro. Der Betrag wird bereits mit den ersten 118 Aktien, rund 12 Prozent der Papiere, erreicht. Einige Aktien dahinter schufen auch Werte, ihr Beitrag wurde im Saldo aber von Verlustbringern aufgefressen. "Nur wenige große, meist gut gemanagte Unternehmen in attraktiven Branchen dominieren den deutschen Aktienmarkt", sagt Studienautor Philipp Immenkötter.
Den größten Wert für Anleger schufen laut Studie die Dax-Konzerne Siemens, SAP, Allianz, Mercedes-Benz Group und Deutsche Telekom mit je über 75 Milliarden Euro.