Der Börsen-TagÖlpreisschock schickt Kurse in Tokio auf Talfahrt
Der eskalierende Konflikt im Nahen Osten belastet die asiatischen Börsen. Anleger flüchten angesichts der militärischen Auseinandersetzungen zwischen dem Iran auf der einen und den USA sowie Israel auf der anderen Seite in als sicher geltende Anlagen wie den Dollar und Gold. In Tokio gibt der Nikkei-Index 1,4 Prozent auf 58.038,36 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix notiert 1,4 Prozent niedriger bei 3881,71 Zählern. Der Shanghai Composite bleibt fast unverändert.
Besonders die Börse in Japan leidet unter der Sorge vor einem Ölpreisschock, da das Land fast seinen gesamten Ölbedarf importiert. Zu den größten Verlierern zählen daher die Aktien von Fluggesellschaften sowie die Chip-Schwergewichte Advantest und Tokyo Electron mit Kursverlusten von jeweils rund zwei Prozent. Gefragt sind hingegen Energieaktien. So sprangen die Papiere des Öl- und Gasförderers Inpex um sieben Prozent in die Höhe. "Die unmittelbarste und greifbarste Entwicklung (...) ist die faktische Einstellung des Verkehrs durch die Straße von Hormus", sagt Jorge Leon, Analyst bei Rystad Energy.
Gegen den Trend halten sich die Börsen in Shanghai und Shenzhen stabil. Händler verweisen auf die Erwartung, dass die Regierung in Peking vor einer wichtigen Parlamentssitzung im Laufe der Woche die Märkte stützen könnte. Kursgewinne bei Energiekonzernen wie CNOOC und PetroChina sowie bei Rüstungsfirmen gleichen Verluste bei Fluggesellschaften wie Air China aus. In Hongkong hingegen, das stärker von der globalen Marktstimmung beeinflusst wird, geht es bergab.