Der Börsen-TagPanik oder geordneter Abverkauf?
Die europäischen Aktienmärkte werden zum Handelsbeginn in Europa im Minus erwartet. So wird der Dax bei 24.900 Punkten gesehen nach einem Schluss am Freitag bei 25.284 Zählern. "Wir erwarten zum Wochenstart einen geordneten Abverkauf, allerdings keine Panik", sagt ein Marktteilnehmer am Morgen. Anleihen als sichere Häfen werden am Morgen leicht höher gehandelt, während der Wechselkurs Euro zum Dollar auf den am Wochenende durch die Angriffe der USA und Israels auf den Iran gestarteten Krieg kaum reagiert und bei knapp 1,18 umgesetzt wird. Am stärksten reagiert Öl, das am Morgen 6,5 Prozent höher handelt.
Am Aktienmarkt in Europa dürfte es deutlich nach unten gehen, vor allem mit zyklischen Branchen und Sektoren, die von der Veränderung der Energiepreise am stärksten beeinflusst sind, wie Fluglinien oder auch Chemie. Auf der anderen Seite dürfte Rüstung besser als der Gesamtmarkt laufen, aber auch Grundstoffe dürften von Investoren nun höher gewichtet werden.
Die Volatilität, und damit die Prämien am Terminmarkt, dürften nochmals deutlicher nach oben schießen, obwohl sich am Freitagnachmittag der Kriegsbeginn im Nahen Osten bereits abzeichnete. Dies dürfte übergeordnet für Abgabedruck sorgen. "Es bleibt abzuwarten, wann erste Käufer an den Markt kommen", so ein Händler am Morgen. Denn teils werde davon ausgegangen, dass der Krieg im Nahen Osten bereits schnell an Schrecken verlieren und es zu keinem Flächenbrand in der Region kommen werde.