Der Börsen-TagPräzedenzfall macht skeptisch: Ölpreise steigen trotz Reserve-Freigabe
Die Öl-Futures notieren höher, da der Markt auf eine offizielle Entscheidung der G-7 über einen Vorschlag der IEA zur Freigabe einer Rekordmenge Öl aus den strategischen Reserven wartet. Die deutsche Bundesregierung hat bereits angekündigt, ihre Reserven wie vereinbart freizugeben.
Gleichzeitig hält der Konflikt am Persischen Golf an, wobei US-Vertreter berichten, der Iran habe Minen in der Straße von Hormus platziert. Die Freigabe von Öl aus den Reserven werde die Ölpreise nicht zwangsläufig senken, meint Alex Kuptsikevich von FxPro und verweist auf den Preisanstieg nach einer Freigabe im Jahr 2022, als Händler dies als "Zeichen für einen fragilen Markt interpretierten". Andererseits seien die Preise bei der Freigabe durch die USA, die mit dem Angriff auf den Irak im Jahr 1991 zusammenfiel, gefallen, fügt er hinzu. "Der Ölmarkt konzentriert sich auf zwei Hauptthemen: wie schnell der Konflikt im Nahen Osten enden wird, und wie er ausgehen wird."
WTI steigt um 3,8 Prozent auf 86,64 US-Dollar pro Barrel und Brent legt um 3,9 Prozent auf 91,24 US-Dollar zu.