Der Börsen-TagProSieben-Aktie bricht ein
Das Übernahmeangebot des italienischen Medienkonzerns MFE für die Aktionäre von ProSiebenSat.1 enttäuscht am Markt. Die Aktie des bayerischen TV-Unternehmens lag im frühen Handel in der Spitze mehr als 13 Prozent im Minus und war damit größter Verlierer im Kleinwertesegment SDax. Die Anteilsscheine von ProSieben-Großaktionär MFE-MediaForEurope notierten derweil rund sechs Prozent schwächer.
Die von der Familie des ehemaligen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi dominierte MFE-MediaForEurope, die bereits 29,99 Prozent an ProSiebenSat.1 hält, will ihre Beteiligung an ProSiebenSat.1 aufstocken und bei dem bayerischen Fernseh-Unternehmen damit durchregieren. Die Italiener kündigten am Mittwochabend ein offizielles Übernahmeangebot an, das unter dem jüngsten Aktienkurs liegen dürfte. MFE wird nach eigenen Angaben den dreimonatigen Durchschnittskurs zahlen. 78 Prozent davon sollen die Aktionäre in bar erhalten, 22 Prozent in neuen MFE-A-Aktien.