Der Börsen-TagQimonda-Gläubiger bekommen weitere Zahlung

Die Gläubiger des 2009 untergegangenen Speicherchipherstellers Qimonda erhalten zum bevorstehenden Jahreswechsel eine hohe Abschlagszahlung: Insolvenzverwalter Michael Jaffé kündigte Abschlagszahlungen von insgesamt 420 Millionen Euro an die 2100 Gläubiger der Holdinggesellschaft Qimonda AG an, die "in diesen Tagen" überwiesen werden sollen. Weitere substanzielle Zahlungen in dreistelliger Millionenhöhe sollen zum Abschluss des Insolvenzverfahrens folgen.
Qimonda war eine Tochter des Halbleiterherstellers Infineon, nach der Insolvenz führte Jaffé jahrelange Rechtsstreitigkeiten mit dem einstigen Mutterkonzern. Im August hatte sich der DAX-Konzern in einem Vergleich zur Zahlung von 800 Millionen Euro bereit erklärt. Insgesamt hat Jaffé nach eigenen Angaben 1,2 Milliarden für die Gläubiger gesichert, davon sind demnach bislang 550 Millionen ausgezahlt.