Der Börsen-TagReifenhersteller schwingt die Jobaxt
Der französische Reifenhersteller Michelin will in Frankreich in den nächsten drei Jahren bis zu 1500 Stellen streichen. Die Arbeitsplätze würden nicht über Kündigungen abgebaut, sondern über freiwilliges Ausscheiden, sagte der Personalverantwortliche des Konzerns für Frankreich und Südeuropa, Olivier Faure-Vauris. Zwei Drittel der Stellen sollen im Dienstleistungsbereich entfallen, ein Drittel in der Industrie. Insgesamt handelt es sich um neun Prozent der insgesamt 17.000 Michelin-Beschäftigten in Frankreich. Der Konzern verweist in einer Stellungnahme auf hohe Produktionskosten in Frankreich, vor allem für Arbeit und Energie, sowie eine Steuerbelastung, "die zu den höchsten unter den Industrieländern zählt".
Bereits 2024 hatte Michelin 1200 Stellen gestrichen und zwei Produktionsstätten geschlossen. Michelin-Chef Florent Ménégaux hatte vor einem Ausschuss der Nationalversammlung im vergangenen Jahr gesagt, die industriellen Aktivitäten in Frankreich seien "defizitär".