Der Börsen-TagRheinmetall will Raketensysteme mit Niederländern produzieren
Rheinmetall will den erwarteten erhöhten Bedarf an raketenbasieren Angriffs- und Abfangsystemen zusammen mit dem niederländischen Rüstungsunternehmen Destinus decken. Ziel sei es, die Lücke zwischen den Anforderungen Europas sowie der Ukraine und den Möglichkeiten der europäischen Verteidigungsindustrie zu schließen, "und zwar in großem Maßstab und im industriellen Tempo", hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung beider Konzerne.
Dazu soll in der zweiten Jahreshälfte ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet werden, das Marschflugkörper und ballistische Raketenartillerie herstellt, vermarktet und liefert. Rheinmetall wird den Angaben zufolge 51 Prozent und Destinus 49 Prozent der Anteile an dem Joint Venture Rheinmetall Destinus Strike Systems halten. Rheinmetall bringt seine Expertise im Management von Großprogrammen ein, Destinus seine Technologie und das Systemdesign. Der wachsende Bedarf in der Beschaffung bedeute kurzfristig eine Marktchance im Bereich von Hunderten von Millionen Euro und langfristig ein Potenzial im niedrigen Milliardenbereich, heißt es in der Mitteilung weiter.