Der Börsen-TagRüstungsaktien fliegen aus den Depots
Mit einer Fortsetzung der uneinheitlichen Börsentendenzen rechnen Händler auch zur Wochenmitte an Europas Börsen. Während hinter den Kulissen eine starke Rotation in wenigen Sektoren läuft, spiegelt sich das in den großen Länder-Indizes eher wenig. Die Terminkontrakte auf den Dax notieren rund 0,1 Prozent höher als am Vorabend. Belastbare Neuigkeiten rund um die Irankrise gibt es weiter nicht. Positiv wirkt aber der fallende Ölpreis.
Von den Rekordvorlagen von Börsen wie in Korea dürften wieder nur einzelne Branchen wie Europas Chip-Aktien profitieren. Wegen der RAM-Knappheit sind dort vor allem Speicherhersteller wie SK Hynix gesucht, die um 13 Prozent springen und Koreas Index nach oben katapultieren. Umgekehrt stehen Rüstungshersteller in Asien unter Druck angesichts der Hoffnung auf eine Einigung zwischen dem Iran und den USA. Titel wie Hanwha Systems und Kawasaki Heavy fallen bis über 4 Prozent, Koreas Rüstungs-Basket fällt 2,3 Prozent. Dies könnte auch deutsche Titel wie Rheinmetall und MTU weiter belasten.
Gute Nachrichten für die globale Konjunktur kommen derweil aus China. Dort sind die Industriegewinne im April auf ein 52-Monats-Hoch gestiegen und beenden damit einen rund dreijährigen Abwärtstrend. Höhere Gewinne der chinesischen Unternehmen dürften deren Investitionstätigkeit steigern und damit auch für Nachfrage bei Europas Exportfirmen sorgen.