Der Börsen-TagRyanair-Gewinn bricht ein - Prognose gesenkt
Ryanair hat im dritten Geschäftsquartal deutlich weniger verdient. Höhere Treibstoffkosten hätten Umsatzverbesserungen zunichte gemacht, teilt die Billigairline mit und senkte vor diesem Hintergrund die Jahresprognose. Der bereinigte Gewinn nach Steuern - die von Ryanair bevorzugte Kennzahl für die geschäftliche Leistung - sank in den Monaten Oktober bis Dezember auf 15 Millionen Euro, während im Vorjahreszeitraum noch 211 Millionen Euro in den Büchern gestanden hatten.
Der Quartalsumsatz kletterte unterdessen von 2,31 Milliarden auf 2,70 Milliarden Euro. Ryanair erklärt, pro Passagier seien die Einnahmen um 9 Prozent gestiegen, wobei der durchschnittliche Preis für ein Ticket um 13 Prozent auf über 42 Euro angezogen habe, während die Nebeneinnahmen um zwei Prozent auf rund 23 Euro zulegten. Die Fluggesellschaft beförderte im Quartal 41,4 Millionen Passagiere, verglichen mit 38,4 Millionen im Vorjahr. Die Auslastung der Flugzeuge sank jedoch um einen Prozentpunkt auf 92 Prozent.
Ryanair senkte seine Prognose für den Gewinn nach Steuern im laufenden Gesamtjahr auf 1,85 bis 1,95 Milliarden Euro, nachdem die Zielspanne bislang am oberen Ende bis 2,05 Milliarden Euro gereicht hatte. Zwar werde Ryanair davon profitieren, dass die erste Hälfte des Osterreiseverkehrs noch in das Schlussquartal falle, die schwache Auslastung zum Jahreswechsel und die geringen Renditen würden dies aber nicht vollständig ausgleichen können, so das Unternehmen.