Der Börsen-TagSavedroid droht Ärger
Savedroid hat ja Entwarnung gegeben. Und da stellt sich die Frage: alles wieder gut? Mitnichten. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt prüft, ob sie ein Ermittlungsverfahren gegen das Kryptowährungs-Startup einleitet.
Gestern war viel über Savedroid gerätselt worden, weil die Internetseite und der Firmengründer Yassin Hankir nicht mehr erreichbar gewesen waren. Inzwischen ist die Website wieder aufrufbar, und in einem Video erklärte Hankir, er habe sein Verschwinden nur vorgetäuscht - und zwar um für mehr Regulierung bei so genannten ICOs zu werben.
Das fanden nicht alle Investoren klasse.
Savedroid hatte vor ein paar Wochen einen Initial Coin Offering (ICO) durchgeführt und dabei laut einen zweistelligen Millionenbetrag bei Investoren eingesammelt. Obwohl der Name an ein Initial Public Offering (IPO), also einen regulären Börsengang erinnert, hat ein ICO damit nichts zu tun. Bei einem ICO kann sich ohne den Aufwand eines streng regulierten Börsengangs Kapital besorgt werden.
Die Finanzaufsicht BaFin warnte Investoren mehrfach vor ICOs. Ein Totalverlust sei nicht auszuschließen und häufig seien bei dieser Art der Kapitalbeschaffung Betrüger am Werk. China hat ICOs im vergangenen Jahr komplett verboten.