Der Börsen-TagSind Standortschließungen bei VW ein Thema?
VW-Betriebsratschefin Daniela Cavallo schließt Standortschließungen bei Europas größtem Autobauer kategorisch aus. Das werde sie "unter gar keinen" Umständen akzeptieren, auch nicht in Osnabrück, sagte sie der dpa. Zwar gebe es für den Standort noch kein fertiges Zukunftskonzept. "Aber der Konzernvorstand hat sich verpflichtet, gemeinsam mit der Arbeitnehmerseite eines zu erarbeiten." Eine Schließung sei dabei nicht vorgesehen "und käme auch nicht infrage".
Die Produktion der in Osnabrück gebauten Porsche-Modelle läuft in diesem Jahr aus, Mitte 2027 dann auch die Fertigung des VW T-Roc Cabrios. Als möglicher Interessent gilt seit langem der Rüstungskonzern Rheinmetall. Im Februar hatte das Werk zudem Prototypen für mögliche Militärfahrzeuge auf VW-Basis gezeigt, zunächst nur als Test. Ob sich daraus etwas Konkretes ergibt, ist laut VW noch völlig offen.
Unternehmen und Gewerkschaft hatten sich Ende 2024 nach langem Ringen auf ein Sanierungsprogramm geeinigt, das den Abbau von 35.000 Arbeitsplätzen in Deutschland bis 2030 vorsieht. Werkschließungen und betriebsbedingte Kündigungen wurden im Gegenzug ausgeschlossen.