Der Börsen-TagSkandal um "Panzer"-Werbung erschüttert Starbucks
Der Chef von Starbucks in Südkorea ist nach einer umstrittenen Werbekampagne entlassen worden, die schmerzhafte Erinnerungen an die brutale Niederschlagung von Pro-Demokratie-Protesten durch das Militär im Jahr 1980 weckte. Die Shinsegae-Gruppe, die die US-Kaffeehauskette in Südkorea betreibt, teilte mit, sie habe den Leiter von Starbucks Korea, Sohn Jeong-hyun, wegen "unangemessenen Marketings" entlassen. Starbucks hatte am Montag, dem Gedenktag an die Demokratiebewegung, eine Kampagne für eine neue Becher-Serie namens "Tank" (Panzer) gestartet und damit landesweite Empörung ausgelöst.
Bei der Niederschlagung des Gwangju-Aufstands im Mai 1980 setzte die damalige Militärdiktatur Panzer und Soldaten gegen die studentischen Demonstranten ein. Schätzungen zufolge wurden hunderte Menschen getötet oder gelten als vermisst. Der südkoreanische Präsident Lee Jae Myung zeigte sich "wütend" über die Kampagne. Starbucks Korea und die Muttergesellschaft Shinsegae entschuldigten sich öffentlich, die Kampagne wurde zurückgezogen. Die Aktie des Shinsegae-Konzerns, dem Starbucks Korea mehrheitlich gehört, gab an der Börse um 5,5 Prozent nach.