Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagSommer 2026 soll "Wendepunkt" für deutsche Flughäfen sein

05.01.2026, 15:16 Uhr

Die deutschen Flughäfen rechnen auch dank geplanter Entlastungen durch die Politik für 2026 mit mehr Passagieren. Die Zahl der Fluggäste werde 2026 voraussichtlich um 4,2 Prozent auf 225 Millionen steigen, teilte der Airportverband ADV am Montag mit. Damit erreiche Deutschland aber nur rund 91 Prozent des Niveaus von vor der Corona-Krise 2019. Diese Prognose sei jedoch an die Bedingung geknüpft, dass die Bundesregierung angekündigte Entlastungen umsetze und weitere strukturelle Standortnachteile abbaue. Die Nachfrage bleibe vor allem bei Privat- und Urlaubsreisen hoch.

Den stärksten Zuwachs erwartet der Verband mit 5,2 Prozent im Europaverkehr. Auf der Langstrecke soll das Passagieraufkommen um 3,1 Prozent zulegen, im innerdeutschen Verkehr um 2,9 Prozent. "Wir sehen erfreuliche Signale für das Jahr 2026 – getrieben von stabiler Nachfrage und steuerpolitischen Kurskorrekturen", sagte ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel. Die Prognose liege nur knapp unter der des Airline-Weltverbandes IATA, der für 2026 weltweit einen Anstieg von 4,4 Prozent erwarte.

Hoffnungsträger ist dem Verband zufolge der Sommerflugplan. Als Gründe nannte die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) die geplante Senkung der Luftverkehrsteuer zum 1. Juli sowie zusätzliche Flugkapazitäten, da wegen Triebwerksproblemen stillgelegte Maschinen wieder eingesetzt würden. Zudem signalisierten Fluggesellschaften die Bereitschaft, ihre Flugpläne zu überdenken, sofern die Rahmenbedingungen stimmten. "Der Sommer 2026 könnte ein Wendepunkt sein – wenn die politischen Signale jetzt in dauerhafte Standortpolitik übersetzt werden", sagte Beisel.

Quelle: ntv.de