Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagStahl, Holz, Dämmstoffe: "Nur" noch jedes vierte Unternehmen klagt über Baustoffmangel

09.02.2022, 08:01 Uhr

Der Mangel an Baustoffen in Deutschland hat zu Jahresbeginn nachgelassen. Im Hochbau litten im Januar noch 25,3 Prozent der Unternehmen unter Versorgungsengpässen, nach 31,3 Prozent im Dezember, wie das Münchner Ifo-Institut bei einer Unternehmensumfrage herausfand. Auch im Tiefbau entspannte sich die Lage etwas: 20,4 Prozent der Betriebe beklagten sich über Lieferengpässe, im Dezember lag der Anteil noch bei 23,1 Prozent. Der globale Aufschwung nach der Corona-Rezession 2020 und der Bauboom - etwa in den beiden weltgrößten Volkswirtschaft USA und China - gelten als Gründe für die Knappheit.

Das Material bleibt trotz der leichten Entspannung ein Kostentreiber am Bau. "Das sehen wir auch im Baustoffgroßhandel: Hier wurden im Januar flächendeckend steigende Verkaufspreise gemeldet", sagte Ifo-Forscher Felix Leiss. Insbesondere im Hochbau hätten die Unternehmen infolge der steigenden Materialkosten ihrerseits die Preise anheben müssen. "Für die kommenden Monate waren vielerorts weitere Anpassungen vorgesehen", sagte Leiss weiter. Das Berliner DIW geht davon aus, dass die Baupreise in diesem Jahr zweistellig zulegen werden, nach einem Plus von 8,5 Prozent 2021.

Quelle: ntv.de